Ratgeber · Planung
Wie viel Platz braucht ein Sattelschrank pro Pferd?

Von Nina Nagel · Tischlermeisterin
Veröffentlicht: 19. Oktober 2026 · ca. 13 Min. Lesezeit

Pferdeschrank und Reiterschrank nebeneinander, zusammen 1,20 Meter breit. Mehr zu unseren Pferdespinden
Inhalt
Für ein Pferd reichen meist rund 80 Zentimeter Schrankbreite. Bei der Tiefe kommt es darauf an, ob die Tür als Stauraum dient, und für die ganze Sattelkammer zählt vor allem der Gang vor den Schränken.
Kurz gesagt
- Breite: rund 80 Zentimeter pro Pferd, mit zusätzlichem Reiterschrank 1,20 Meter.
- Tiefe: deutlich mehr als 60 Zentimeter, wenn die Tür Stauraum ist. Unsere Schränke sind 78 Zentimeter tief.
- Höhe: 1,90 Meter bei unseren Schränken, genug Platz für Decken und trotzdem gut zu transportieren.
- Sattelkammer: als Planungsrichtwert 1 bis 2 Quadratmeter Raumfläche pro Pferd, der Gang vor den Schränken ist darin enthalten.
Entscheidend ist nicht, ob ein Sattel irgendwie in den Schrank hineinpasst. Ein gut geplanter Sattelschrank bietet genug Platz, damit Sattel, Trense, Schabracken, Putzzeug, Bandagen und weiteres Equipment vernünftig untergebracht sind. Und zwar so, dass dir beim Öffnen der Tür nicht erst die Hälfte der Ausrüstung entgegenkommt.
Gleichzeitig ist Platz im Stall fast immer knapp. Ein guter Sattelschrank ist deshalb nicht möglichst groß, sondern so groß wie nötig und so kompakt wie möglich.
Wie breit muss ein Sattelschrank sein?
Ein Maß, das bei Sattelschränken immer wieder auftaucht, sind etwa 120 Zentimeter Breite.
Das ist kein Zufall. Große doppeltürige Bundeswehrspinde, die seit Jahrzehnten in vielen Ställen als Sattelschrank dienen, sind ungefähr so breit.
Braucht aber jedes Pferd einen 120 Zentimeter breiten Schrank?
Nein.
Bei Cavacella haben wir deshalb ein modulares System entwickelt. Der eigentliche Pferdeschrank ist 80 Zentimeter breit. Wenn genug Platz da ist, kommt ein Reiterschrank dazu. Der Reiterschrank ist 40 Zentimeter breit. Zusammen ergeben beide wieder die bekannten 120 Zentimeter, so wie bei unserem Pferdespind.
Aus einem starren Maß wird so ein System. Wie das für dich aussieht, kannst du im Konfigurator zusammenstellen.
Das ist vor allem in größeren Stallanlagen interessant. Ob für zehn Pferde jeweils 120 Zentimeter Wand eingeplant werden oder die Schränke nach dem tatsächlichen Bedarf, macht bei der Gestaltung einer Sattelkammer einen erheblichen Unterschied.
Für ein einzelnes Pferd können 80 Zentimeter Breite deshalb schon sehr gut funktionieren, vorausgesetzt, Tiefe und Innenaufteilung stimmen.
Wie tief sollte ein Sattelschrank sein?
Wer im Internet nach der richtigen Tiefe eines Sattelschranks sucht, bekommt erstaunlich unterschiedliche Antworten. Mal werden 60 Zentimeter empfohlen, mal 70, 75 oder sogar 80 Zentimeter.
Das liegt auch daran, dass Außenmaß, Innenmaß und tatsächlich nutzbarer Raum oft vermischt werden. Ein klassischer Bundeswehrspind ist zum Beispiel rund 60 Zentimeter tief, gebaut wurde er aber für Uniformen, nicht für Sättel.
Bei Cavacella haben wir uns bewusst für eine Schranktiefe von 78 Zentimetern entschieden. Das ist kein magisches Idealmaß. Das Maß ergibt sich aus der Nutzung.
Ein Sattel braucht nicht nur Platz in der Tiefe. Auch die Ausstattung auf der Innenseite der Tür muss mitgedacht werden. Dort sitzt bei unseren Schränken ein Kofferregal für Bandagen, Flaschen und weiteres Zubehör. Auch Trensen bekommen ihren festen Platz.
Die Tiefe muss also so bemessen sein, dass die Tür samt Beladung problemlos schließt und Zügel oder andere Ausrüstung nicht am Sattel hängen bleiben. Gleichzeitig sollen unterschiedliche Satteltypen hineinpassen.
Nicht das theoretische Außenmaß entscheidet, sondern der nutzbare Platz bei geschlossenem Schrank.
Wie das konkret aussieht, zeigt unser eigener Pferdeschrank. Er ist außen 78 Zentimeter tief. Die Tür ragt mit ihrem Kofferregal 13 Zentimeter in den Schrank hinein. Der Sattelhalter ist 59 Zentimeter lang. So hat der Sattel seinen Platz, das Türregal seinen, und die Tür schließt trotzdem, ohne dass etwas aneinander drückt.
Umgekehrt heißt das: In einem Schrank, der außen nur 60 Zentimeter tief ist, wird es eng. Entweder bleibt die Tür leer, oder der Sattel hat zu wenig Platz.

Die Tür ist Stauraum: Was dort hängt, braucht im Schrank Tiefe.
Wie viel Platz braucht ein Sattel im Schrank?
Ein Sattel braucht mehr Platz, als seine Länge und Breite vermuten lassen.
Natürlich kannst du einen Sattel so knapp in einen Schrank hängen, dass er gerade noch hineinpasst. Das Problem merkst du dann im täglichen Gebrauch.
Der Sattel sollte rechts und links genug Luft haben und beim Öffnen oder Schließen nicht an der Tür oder an der dort untergebrachten Ausrüstung hängen bleiben. Auch nach oben ist etwas Luft sinnvoll.
Ein Sattelschrank ist kein Transportkarton. Der Sattel soll sich bequem herausnehmen und wieder einhängen lassen, ohne dass du jedes Mal Trensen, Schabracken oder anderes Equipment zur Seite schieben musst.
Plane nicht nur den Platz, den dein Sattel einnimmt. Plane den Platz, den du brauchst, um ihn jeden Tag bequem zu benutzen.
Und wenn du zwei Sättel hast: In unseren Pferdeschrank passen bis zu zwei Sattelhalter. Die Sättel hängen dann übereinander, jeder auf seinem eigenen Halter.

Zwei Sättel, zwei Halter, übereinander und mit Luft zu den Seiten.
Warum die Tür so wichtig ist wie der Korpus
Die Tür eines Sattelschranks wird bei der Planung oft unterschätzt. Dabei ist sie wertvoller Stauraum.
Trensen, Halfter, Bandagen, Pflegeprodukte, Flaschen und kleinere Ausrüstung lassen sich dort so unterbringen, dass sie direkt griffbereit sind. Im eigentlichen Schrank entsteht dadurch deutlich mehr Ordnung.
Dieser zusätzliche Stauraum braucht aber Tiefe.
Wenn du einen Sattelschrank selbst planst, reicht es deshalb nicht, den Sattel auszumessen, zehn Zentimeter dazuzurechnen und daraus die Schranktiefe abzuleiten. Geh so vor:
- Häng den Sattel gedanklich auf seinen Halter.
- Plane die Tür samt Innenausstattung davor.
- Denk an die Trensen und vor allem an die herunterhängenden Zügel.
- Prüf dann, ob die Tür noch schließt, ohne dass etwas eingeklemmt wird.
Erst dann hast du die Tiefe, die du wirklich brauchst.
Welche Maße hat ein Bundeswehrschrank?
Bundeswehrspinde sind in vielen Ställen verbreitet, weil sie robust sind und ihre Abmessungen einen brauchbaren Ausgangspunkt für große Ausrüstung bieten. Händler bieten die doppeltürigen Modelle typischerweise mit etwa 1,20 Metern Breite, 0,60 Metern Tiefe und 2,00 Metern Höhe an, die schmalere Variante mit rund 0,95 Metern Breite.
Die Breite von 1,20 Metern findet sich bei uns in der Kombination aus Pferde- und Reiterschrank wieder. Bei der Tiefe sind wir auf 78 Zentimeter gegangen und bei der Höhe auf 1,90 Meter.
Auch hinter der Höhe steckt ein praktischer Gedanke. Ein hoher Schrank bietet zusätzlichen Stauraum, etwa für Decken. Gleichzeitig muss er im Stall handhabbar bleiben, durch normale Türen passen und sich transportieren lassen.
Genau beim Transport zeigt sich eine Schwäche vieler klassischer Spinde: Sie sind robust, aber selten dafür gebaut, regelmäßig zerlegt und wieder aufgebaut zu werden. Solange der Schrank an seinem Platz steht, spielt das kaum eine Rolle. Bei einem Stallwechsel wird ein großer, schwerer Schrank schnell zum logistischen Problem.
Deshalb haben wir die sinnvollen Größenverhältnisse übernommen, aber nicht die starre Konstruktion. Alle Verbindungen an Cavacella-Schränken sind lösbar. Der Schrank lässt sich wieder zerlegen, einzelne Bauteile kannst du transportieren und bei Bedarf austauschen.
Für deine eigene Planung heißt das: Überleg nicht nur, wo der Schrank heute steht, sondern auch, wie du ihn irgendwann wieder herausbekommst.

Einbau vor Ort: Konsolen und Halter sitzen in Schienen und lassen sich wieder lösen.
Passt ein Westernsattel in einen normalen Sattelschrank?
Westernsättel sind bei der Planung eine besondere Herausforderung, weil sie deutlich voluminöser sind als die meisten Englischsättel. Vor allem Breite und seitlich ausladende Bauform müssen berücksichtigt werden.
In unserem Pferdeschrank lassen sich Westernsättel problemlos aufbewahren, ohne dass der Sattel Schaden nimmt. Er hängt frei auf seinem Halter, ohne gegen Tür oder Seitenwände gedrückt zu werden.
Wenn du einen Sattelschrank selbst baust und einen Westernsattel hast, plane nicht mit allgemeinen Standardmaßen. Miss deinen eigenen Sattel aus. Noch besser: Bau den Schrank um den vorhandenen Sattel herum. Gerade bei Westernsätteln entscheiden wenige Zentimeter darüber, ob sich der Schrank später bequem benutzen lässt.
Was passiert, wenn der Schrank zu klein geplant ist
Ein zu großer Sattelschrank verbraucht unnötig Stellfläche. Ein zu kleiner verursacht jeden Tag Probleme.
Erst bleiben beim Schließen die Zügel an der Tür hängen. Also wird die Trense etwas anders aufgehängt.
Dann passt das Putzzeug nicht mehr richtig hinein und landet unter dem Sattel.
Die Schabracken haben keinen festen Platz und liegen übereinander. Eine davon ist noch feucht.
Darauf liegen irgendwann Trensen oder Halfter.
Und aus einem eigentlich ordentlich geplanten Schrank wird schleichend eine Ablagefläche.
Das eigentliche Problem ist dabei nicht die Optik. Feuchte Schabracken müssen trocknen können. Leder sollte nicht dauerhaft zwischen nassen Textilien liegen. Schmutzige und saubere Ausrüstung sollten sich nicht zwangsläufig denselben Platz teilen.
Ein guter Sattelschrank schafft also nicht einfach möglichst viel Stauraum. Er schafft feste Plätze für unterschiedliche Ausrüstung. Und dafür braucht es genug Raum.
Wie viel Platz solltest du pro Pferd einplanen?
Als Orientierung kannst du mit etwa 80 Zentimetern Schrankbreite pro Pferd planen, wenn der Schrank konsequent für die Ausrüstung dieses einen Pferdes eingerichtet ist.
Das heißt nicht, dass 80 Zentimeter in jeder Situation reichen. Entscheidend ist die Menge deiner Ausrüstung. Mit einem Sattel, einer Trense, einigen Schabracken und überschaubarem Zubehör lässt sich der Platz sehr effizient nutzen. Bei zwei Sätteln, mehreren Trensen, verschiedenen Decken, Stiefeln, Helmen, Putzkasten und Turnierequipment sieht es anders aus.
Deshalb trennen wir bei Cavacella immer zwischen Pferd und Reiter. Der Pferdeschrank nimmt die Ausrüstung auf, die direkt zum Pferd gehört. Persönlicher Stauraum für dich kommt bei Bedarf über einen separaten Reiterschrank dazu. So muss nicht jeder Pferdeschrank vorsorglich riesig gebaut werden.
In größeren Stallanlagen wird diese Unterscheidung noch wichtiger. Die Rechnung „zehn Pferde gleich zehn identische Sattelschränke“ geht dort nur bedingt auf. Ein Privatpferd mit seiner Besitzerin oder seinem Besitzer hat oft eine ganz andere Menge an Equipment als ein Schulpferd. Wer Turniere reitet, braucht andere Dinge als jemand, der ins Gelände geht. Und für einen Westernsattel gelten andere Platzanforderungen als für einen kompakten Englischsattel.
Die Planung sollte deshalb immer vom tatsächlichen Bedarf ausgehen:
- Wie viele Pferde gibt es?
- Wie viele Sättel müssen untergebracht werden?
- Wie viele Personen brauchen eigenen Stauraum?
- Welche Ausrüstung gehört direkt in den Pferdeschrank?
- Was kann gemeinsam oder an anderer Stelle gelagert werden?
Wie groß sollte eine Sattelkammer sein?
Einen ersten Richtwert gibt es: Karl-Heinz Vollmer vom Kompetenzzentrum Pferd Baden-Württemberg nennt in seinem Fachvortrag zur Planung von Pensionspferdeanlagen 1 bis 2 Quadratmeter Sattelkammer pro Pferd.
Das ist ein guter Startpunkt, aber nur ein Startpunkt. Wie viel Fläche du wirklich brauchst, hängt von Breite und Tiefe der Schränke ab, von ihrer Anordnung, den Türöffnungen und vor allem vom Platz, den du zum Arbeiten brauchst.
Ein häufiger Planungsfehler: Man rechnet nur die Grundfläche der Schränke zusammen.
Ein 78 Zentimeter tiefer Schrank braucht aber nicht nur 78 Zentimeter Raumtiefe. Davor muss die Tür ganz aufgehen, und du musst einen Sattel herausheben und dich damit umdrehen können. Dieser Gang ist Tür- und Bewegungsfläche zugleich. Er muss also so breit sein, dass beides gleichzeitig Platz hat.
Für die Raumtiefe gilt damit eine einfache Rechnung:
- Eine Schrankreihe: Schranktiefe plus Gang.
- Zwei Schrankreihen gegenüber: zweimal Schranktiefe plus ein gemeinsamer Gang.
- Den Gang so breit planen, dass die breiteste Tür ganz aufgeht und du mit dem Sattel auf dem Arm noch vorbeikommst, auch wenn gegenüber gerade eine Tür offen steht.
Zur Orientierung: Das Türblatt unseres Pferdeschranks ist 75 Zentimeter breit und steht geöffnet entsprechend weit in den Raum. Dein Gang muss also deutlich breiter sein als 75 Zentimeter, damit du mit dem Sattel noch daran vorbeikommst.
Wie breit dein Gang am Ende sein muss, probierst du am besten mit Klebeband auf dem Boden aus: Türbreite abkleben, Sattel auf den Arm, einmal umdrehen.

Aus der Planung: Die eingezeichneten Türen zeigen, wie weit sie in den Gang schwenken.

Gebaut für NM Sport Horses: Halter auf der einen Seite, Fächer auf der anderen, der Gang dazwischen.
Und plane die Sattelkammer nicht erst ganz am Ende. Gerade bei einem Neubau oder Umbau sollten Anzahl und ungefähre Maße der Schränke feststehen, bevor Steckdosen, Türen, Fenster oder Heizkörper endgültig sitzen. Auch Laufwege spielen eine Rolle: Wo kommst du mit dem Sattel herein? Wo werden Schabracken getrocknet? Wo stehen Putzkisten? Gibt es eigene Lagerflächen für Decken?
Wenn du eine Sattelkammer für eine ganze Anlage planst, findest du auf unserer Seite zu Sattelkammern Beispiele, wie wir das angehen. Weitere umgesetzte Schränke und Sattelkammern zeigen wir regelmäßig auf Instagram.
Wie groß muss eine Sattelkammer für zehn Pferde sein?
Angenommen, du willst für zehn Pferde je einen 80 Zentimeter breiten Pferdeschrank einplanen.
Dann brauchst du allein für die Schrankfronten acht laufende Meter Wand.
Das heißt nicht, dass du eine acht Meter lange Wand brauchst. Stellst du je fünf Schränke an zwei gegenüberliegende Wände, reichen zweimal vier Meter. Die Raumtiefe ist dann zweimal 78 Zentimeter plus dein Gang.
Nehmen wir als Beispiel einen Gang von 1,60 Metern an, damit eine geöffnete Tür und du mit dem Sattel gleichzeitig Platz haben. Dann ist der Raum 3,16 Meter tief und 4 Meter lang, also knapp 13 Quadratmeter groß. Das sind rund 1,3 Quadratmeter pro Pferd und liegt damit im Richtwert von 1 bis 2 Quadratmetern. Mit Reiterschränken, einer Sitzbank oder einem Platz zum Trocknen von Schabracken wird es schnell mehr.
Alternativ lassen sich die Schränke über Eck verteilen. Reiterschränke ergänzt du gezielt dort, wo sie wirklich gebraucht werden.

So sieht eine Reihe aus: breite und schmale Türen im Wechsel.
Deshalb lohnt sich eine maßstäbliche Planung vor dem Kauf. Ein paar Zentimeter pro Schrank wirken zunächst unbedeutend. Der Unterschied zwischen 80 und 120 Zentimetern macht bei zehn Pferden aber schon vier Meter Wand aus, bei dreißig Pferden zwölf Meter. Wie wir ganze Schrankreihen für Pensionsställe planen, steht auf unserer Seite für Reitanlagen.
Fazit: Nicht möglichst groß planen, sondern passend
Wie viel Platz ein Sattelschrank pro Pferd braucht, lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten.
Als Orientierung funktionieren etwa 80 Zentimeter Schrankbreite pro Pferd. Bei der Tiefe ist es komplexer. Unsere 78 Zentimeter sind so gewählt, dass unterschiedliche Satteltypen Platz finden und die Innenseite der Tür trotzdem als Stauraum dient. Für die ganze Sattelkammer sind 1 bis 2 Quadratmeter pro Pferd ein erster Anhaltspunkt. Mit Reiterschränken oder nur einer Schrankreihe liegst du schnell darüber.
Entscheidend bleibt immer deine tatsächliche Ausrüstung. Ein guter Sattelschrank gibt Sattel, Trensen, Schabracken und Zubehör einen festen Platz und macht sie jeden Tag bequem erreichbar.
Und wenn du eine komplette Sattelkammer planst, fang nicht mit dieser Frage an:
„Wie viele Schränke bekomme ich in diesen Raum?“
Die bessere Frage lautet:
„Wie viel Raum brauchen die Ausrüstung jedes Pferdes und die Menschen, die damit arbeiten, damit die Sattelkammer jeden Tag funktioniert?“
Und wenn du lieber selbst baust: Worauf es dabei ankommt, steht in unserem Ratgeber Sattelschrank selber bauen.
Häufige Fragen zu den Maßen eines Sattelschranks
Wie breit sollte ein Sattelschrank sein?
Für ein Pferd reichen oft etwa 80 Zentimeter, wenn der Schrank konsequent für dessen Ausrüstung eingerichtet ist. Mit zusätzlichem Reiterschrank landest du bei rund 120 Zentimetern, dem Maß, das viele von Bundeswehrspinden kennen.
Wie tief muss ein Sattelschrank sein?
Entscheidend ist der nutzbare Platz bei geschlossener Tür, nicht das Außenmaß. Wenn die Türinnenseite als Stauraum dient, reichen 60 Zentimeter meist nicht. Cavacella-Schränke sind außen 78 Zentimeter tief. Die Tür mit Kofferregal ragt 13 Zentimeter hinein, der Sattelhalter ist 59 Zentimeter lang.
Wie viel Sattelkammerfläche braucht man pro Pferd?
Als Planungsrichtwert gelten 1 bis 2 Quadratmeter pro Pferd. Wie viel du wirklich brauchst, hängt vor allem vom Gang vor den Schränken ab: Er muss so breit sein, dass die Türen ganz aufgehen und du mit dem Sattel auf dem Arm vorbeikommst.
Welche Maße hat ein Bundeswehrspind?
Doppeltürige Bundeswehrspinde werden typischerweise mit etwa 1,20 Metern Breite, 0,60 Metern Tiefe und 2,00 Metern Höhe angeboten, schmalere Modelle mit rund 0,95 Metern Breite.
Passt ein Westernsattel in einen Sattelschrank?
Das hängt vom Schrank ab, denn Westernsättel sind deutlich voluminöser als die meisten Englischsättel. Im Cavacella-Pferdeschrank lassen sich Westernsättel problemlos aufbewahren, ohne den Sattel zu beschädigen. Wer selbst baut, sollte den Schrank um den eigenen Sattel herum planen.
Passen zwei Sättel in einen Sattelschrank?
In den Cavacella-Pferdeschrank passen bis zu zwei Sattelhalter. Die Sättel hängen dann übereinander, jeder auf seinem eigenen Halter.

Du planst eine Sattelkammer oder deinen ersten Sattelschrank?
Stell dir deinen Schrank im Konfigurator zusammen und sieh direkt, wie viel Platz er braucht. Oder lass uns gemeinsam rechnen: Nina plant mit dir, welche Schränke in deinen Raum passen und wie breit der Gang sein sollte. Beratung anfragen